Profil: Christiane Schwarz

Christiane Schwarz

Dez. 16.

Hefe, Hanse und Rosinen- Bremer Bäcker im Weihnachtsstress

NDR*30 Min* die Nordreportage, Dez.2021

Apr. 23.

Jetzt oder Nie! Singend gegen Krebs

ZDF 37 Grad* Frühjahr 2022

Apr. 23.

Ein Job mit Handicap? Behinderte Menschen suchen Arbeit

NDR 45Min* Winter 2022

Jan. 19.

Impfroulette- die Jagd nach dem Wirkstoff

Die Story im Ersten

Sendetermin 25.01.2021

Ein Film von Alexandra Hardorf und Christiane Schwarz

Am 12. August 2020 hätte das spannendste Wettrennen der Supermächte seit der Mondlandung eigentlich zu Ende sein können: Der russische Präsident Putin verkündet, einen Impfstoff gegen Covid-19 zu haben. Eindeutige Beweise für Wirksamkeit und Sicherheit liefert er nicht. Das Roulettespiel geht weiter- längst ist der Kampf gegen das Virus ein politischer Kraftakt geworden. Milliarden von öffentlichen Geldern sind geflossen. Der Ausverkauf der sehnsüchtig erwarteten Produkte beginnt lange vor der Markteife. Welches Land, welcher Konzern hat zuerst einen wirksamen Impfstoff gegen die Seuche des Jahres 2020?

Über 200 Impfstoffe werden derzeit auf der ganzen Welt entwickelt. Bis es soweit ist, ächzt die Weltbevölkerung unter der Viruslast. Ausbrüche, steigende Todeszahlen, überlastete Gesundheitsämter und Kliniken, Einschränkungen der Freiheit, Absturz der Wirtschaft in ungeahnter Weise- das Leben wie wir es kannten, ist vorbei. Im November 2020 dann der Silberstreif am Horizont: BioNTech/Pfizer und Moderna haben vielversprechende Impfstoffe in der Zulassung, andere sind kurz davor. Das schürt die Hoffnung, dass wir unser altes Leben bald wieder aufnehmen können. Oder?

Im Dezember 2020 werden die ersten Menschen in Deutschland und in anderen Ländern geimpft. Eine beispiellose Entwicklung liegt hinter uns- ein Impfstoff in 10 Monaten statt in 10 Jahren.

Doch wie schon während der gesamten Pandemie haben wir mehr Fragen als Antworten. Warum kann es so schnell einen Impfstoff geben? Wie sicher kann er sein und wie wirksam? Wer bekommt den Impfstoff, wenn er da ist? Wer zuerst? Wird es eine weltweit gerechte Verteilung geben oder ist der reiche Norden dem ärmeren Süden wieder einmal voraus? Macht die Pharmaindustrie den Super Reibach oder rettet sie die Welt? Und was, wenn es trotz aller Forschung und globaler Bemühungen einfach keinen wirksamen Impfstoff geben wird? Und letztendlich: wann haben wir unser altes Leben wieder?

Nov. 08.

Zeugen des Krieges-Kriegsfotografie im Wandel

3Sat, 60 Min.

 

Die professionelle Kriegsfotografie hat sich in den letzten Jahren gewandelt. Neue technische Möglichkeiten und die Verfügbarkeit von Informationen verändern die Arbeit der Fotograf*innen und damit die Darstellung von Krieg.

 Noch vor 50 Jahren waren Fotos aus Kriegs- und Krisengebieten etwas Besonderes, nur in Magazinen zu sehen. Heute drohen wir in einer Masse an Bildern und Informationen den Überblick zu verlieren.

Vier professionelle Kriegsfotograf*innen berichten von ihren teils lebensbedrohlichen Erfahrungen, ihren veränderten Arbeitsbedingungen und wie sie die aktuellen Entwicklungen wahrnehmen. Jay Ullal, Ursula Meissner, Sebastian Backhaus und Hosam Katan stehen für die Erfahrungen von vier Generationen von Kriegsfotografen. Von den goldenen Zeiten des Printjournalismus bis zur Berufsfindung durch Facebook stehen sie exemplarisch für den Wandel der Branche. Der Film begleitet zwei von ihnen auf einer aktuellen Reise in den Irak und den Libanon. Und zeigt ihre (künstlerischen) Arbeiten und andere Beispiele der Kriegsfotografie: Bilder, die – gestern wie heute – beeindruckend,  aber gleichzeitig schonungslos und schwer zu ertragen sind. Fotos von Opfern oder Tätern geben dem Krieg ein Gesicht. Nicht selten setzen Kriegsfotograf*innen ihr Leben aufs Spiel. Sie gehen hin, wenn andere fliehen. Ihre Arbeit ist enorm wichtig. Sie sind unsere Stellvertreter, Botschafter von Ereignissen. Ihre Bilder beeinflussen teilweise Politik und unsere Sicht auf die Dinge. Bilder wie das des nackten Mädchens im Vietnam-Krieg oder des toten syrischen Jungen am Strand brennen sich in das kollektive Gedächtnis ein.

Doch professionelle Fotograf*innen bekommen immer weniger Aufträge: Einst schickten Verleger ihre Reporter*innen und Fotografen*innen in alle Teile der Welt, um vor Ort Eindrücke und Aufnahmen zu sammeln. Heute sitzen viele schreibende Journalist*innen Zuhause und nutzen Fotos von lokalen Fotografen und von Agenturen. In einigen Fällen auch die Handyfotos zufälliger Augenzeugen, denn mittlerweile sind wir alle zu potentiellen Fotografen geworden.  Durch soziale Medien kann jeder posten, was er für wahr und richtig hält- ohne redaktionellen Filter. Besonders Fotografien bekommen dadurch noch einmal eine ganz neue Macht- der Kampf um die Hoheit des Bildes ist entbrannt wie noch nie zuvor.

Gehen damit der künstlerische Anspruch und die journalistische Neutralität verloren? Ersetzt das primäre Augenzeugen-Foto heute gewissermaßen den Blick der Fotojournalist*innen?

Die 3sat-Dokumentation erzählt, wie sich die Darstellung von Krieg über die Jahrzehnte verändert hat und was diese Änderungen für Fotografen und Betrachter bedeutet.