ZDF / Arte Dokumentation 2026
Malawi
Rund um den Malawisee und das Mulanje-Massiv gedeiht in dem kleinen Land im Südosten Afrikas eine reiche Flora und Fauna. Früher waren viele Wildtiere fast ausgerottet, heute sind Elefanten, Löwen, Nashörner und Krokodile zurück. Auch kulturell hat das Land viel zu bieten: Die traditionellen Tänze, die eine Verbindung zu den Ahnen symbolisieren, gehören zum Unesco-Welterbe.
Folge 1: Leben am großen See
Kleines Land, große Natur: Malawi beherbergt gleich fünf Nationalparks, Savannen, lichte Wälder und nicht zuletzt den riesigen Malawisee. Mit 560 Kilometern Länge und bis zu 80 Kilometern Breite ist er der neuntgrößte See der Erde und der drittgrößte in Afrika. Der See liegt mitten im afrikanischen Grabenbruch, erreicht an einigen Stellen bis zu 700 Meter Tiefe, und in seinem klaren Wasser leben Hunderte endemische Fischarten.
Malawi hat nicht nur einen großen See, sondern auch einen „großen Tanz“, den Gule Wamkulu, der zu Ehren der Ahnen getanzt wird – mit kunstvollen Masken, prächtig bemalten Gesichtern und Federschmuck. Er steht auf der Unesco-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit. Im Liwonde Nationalpark am Shire River patrouillieren Ranger täglich, um Wilderer aufzuspüren und Fallen zu entfernen; der Park hat neue Maßstäbe bei der Wiederansiedlung von Elefanten gesetzt.
Folge 2: Das grüne Herz Afrikas
Klein, aber vielfältig: Das Binnenland Malawi beeindruckt mit Savannen, Regenwald, Buschland, Gebirge und dem drittgrößten See des Kontinents. Ein besonderes Naturwunder ist das Mulanje-Massiv im Süden. Mit 3.002 Metern ragt es als höchste Erhebung aus der Landschaft. Einst war es von Zedernwäldern bedeckt – heute kämpfen Naturschützer dafür, die Bestände wieder aufzuforsten.
Auf dem Malawisee zieht seit 1951 ein schwimmendes Wahrzeichen seine Bahnen: das Fährschiff MV Ilala. Jede Woche folgt es seiner festen Route von Monkey Bay bis nach Chilumba im Norden und zurück. Für viele Menschen entlang der Ufer ist es bis heute die einzige Verbindung zur Außenwelt. Seit über 70 Jahren hält die Ilala das Land zusammen.
- Format
- Dokumentation
- Sender
- ZDF / Arte
- Reihe
- Entdeckung der Welt
- Jahr
- 2026
- Länge
- 2 × 44 min
- Buch und Regie
- Bettina Pohlmann
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