ZDF/ARTE | Bismarck – Härte und Empfindsamkeit

Ein Film von Wilfried Hauke.

Fürst Otto von Bismarck hat für das heutige Deutschland eine große Rolle gespielt: Durch sein politisches Geschick und seine kühlen Strategien hat er nicht nur Deutschlands Einheit erreicht, sondern als erster Reichskanzler auch die Sozialversicherungen eingeführt. Am 15. April 2015 wäre er 200 Jahre alt geworden. Anlässlich dieses historisch denkwürdigen Tages beschäftigen wir uns mit ihm als Machtperson. Bismarck in seinen dunkelsten Stunden, kurz nach seiner Entlassung durch den jungen Kaiser Wilhelm II. Bismarcks letzter Kampf.

Unser Doku-Drama beginnt nach dem Dreikaiserjahr, im März 1890. Seit Jahrzehnten hält Bismarck die Macht in Deutschland in seinen Händen, das Volk bejubelt ihn, seine Gegner fürchten ihn. Dem vor kurzem verstorbenen preußischen König und deutschen Kaiser Wilhelm I. ist er immer der Nächste gewesen.

In wenigen Tagen hat Otto von Bismarck seinen 75. Geburtstag, es wäre Zeit, sich endlich auszuruhen. Doch davon ist keine Spur, stattdessen herrscht Chaos. Nach heftigem Streit um eine Verschärfung seiner Sozialistengesetze ist er vom jungen Kaiser Wilhelm II. als Reichskanzler gestürzt worden. Die Nachricht erreicht Bismarck nicht ganz unerwartet auf Schloss Friedrichsruh bei Hamburg, seinem Refugium und Alterssitz.

Schon einen Tag nach seiner Abdankung beschließt der Alte, seine Memoiren zu schreiben. Er will nicht nur der Nachwelt ein möglichst glorreiches Bild seiner Leistung als Eiserner Kanzler und Reichsgründer überliefern. Er will vor allem mit seinen politischen Widersachern abrechnen, in erster Linie mit dem in seinen Augen unreifen und aufgeblasenen Wilhelm II. Bismarck schlägt nun seine letzte große Schlacht und will – wie er es immer gewohnt war – auch aus diesem Kampf als Sieger hervorgehen.

Die kommenden zwei Jahre diktiert Bismarck  seinem Sekretär Lothar Bucher seine Version der Geschichte in die Stahlfeder.

Unser Film erzählt am Beispiel eines Machtmenschen von den tiefen, seelischen Ursachen und Folgen, die Macht auf Menschen ausübt – insbesondere von jenen, die in der Politik und im Zentrum der Öffentlichkeit entstehen.

 

Stab und Besetzung

 

Otto von Bismarck Peter Striebeck
Lothar Bucher Steffen Scheumann
Adelbert Wangemann Stephan Schad
Erzähler Kontantin Graudus
Buch & Regie Wilfried Hauke
Kamera Ralf F. Gemmecke
Schnitt Maria Hemmleb
Musik George Kochbeck
Ton Christian Cord
Licht Norbert Bartl
Ausstattung Kay Kulke
Kostüm Helen Nordmann/Sarah Beckmann
Maske Elena Kulke
Aufnahmeleitung Janina Harder
Mischung Matthias Münster
Historische Beratung Prof. Jonathan Steinberg
Produktionsleitung Christian Schwalbe (ZDF)/Niko Günther (dmfilm)
Redaktion ZDF Peter Allenbacher
Produzent Christian Berg
Wir danken Otto-von-Bismarck-Stiftung, Friedrichsruh
Bismarck-Museum und Mausoleum, Friedrichsruh
Dr. Gottfried von Bismarck, Hamburg
Familie von Bülow, Gut Wittmoldt
Eine Produktion der dmfilm und tv produktion
Im Auftrag des ZDF
In Zusammenarbeit mit ARTE    © – ZDF 2014